01.03.2020 SV Rot-Weiss Wittlich - SG Rascheid 1:2

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Erstes Spiel in 2020 geht in die Hose. Rot-Weiss unterliegt der SG Rascheid trotz doppelter Überzahl 1:2.

Wittlich. Die erste Pflichtspielpartie des neuen Kalenderjahres ist komplett in die Hose gegangen. Der SV Rot-Weiss Wittlich unterlag vor etwa 100 Zuschauern am Wittlicher "Bürgerwehr" dem Hochwaldclub SG Rascheid/Geisfeld mit 1:2. 

Ein Ergebnis, das so hätte niemals zustande kommen dürfen. Denn die Rot-Weissen standen in der Abwehr über weite Strecken ordentlich und ließen kaum Möglichkeiten der Hochwälder zu. Wenn man bedenkt, dass man aufgrund einer doppelten Überzahl doch noch verliert, ist das höchst frustrierend. Mehmet Akin, Sportchef der Wittlicher, fasste die 90 Minuten vom Sonntag wie folgt zusammen: "Wir haben 35 Minuten gegen neun Mann gespielt und verloren. Das allein sagt alles. Es war Dummheit, so ein Spiel noch aus der Hand geben zu müssen. Unser Unvermögen vorm Tor hat uns Zählbares verwehrt.Dabei war Rascheid selbst auch nicht so gut, dass sie hätten das Spiel gewinnen müssen."

Die Partie begann furios: Albutrin Aliu zog aus 16 Metern scharf ab, doch der Geisfelder Keeper fischte die Kugel, die viele der 100 Zuschauer bereits im Tor gesehen hatten, noch gedankenschnell aus dem Eck. Nach einer Viertelstunde die kalte Dusche für RW: Robin Moser zirkelte einen 20-Meter-Freistoß in die Maschen. "Da haben wir für einen Moment gepennt", befand Akin. Erst der Ausgleich von Aliu in der 52. Minute brachte wieder Ruhe in die Partie, die Rot-Weiss fortan dominierte. Doch besagtes Unvermögen vor dem Kasten der Rascheider ließ eine erneute Führung nicht zu. Zwar hatte Wittlich auch nicht unbedingt zwingend die ganz großen Hochkaräter auf seiner Seite, doch Meliani Saim verfehlte das Ziel bei seinen Abschlüssen knapp.

Turbulent wurde es in den Minuten danach, als gleich zwei Gästespieler mit der Ampelkarte vorzeitig duschen gehen mussten. In der 57. Minute erwischte es zunächst Spielertrainer Sven Gaspers, neun Minuten später sah dann auch noch Sebastian Breit die Gelb-Rote. Trotz der nun numerischen Überlegenheit war Rot-Weiss ein zweites Mal nicht Herr der Lage und musste den zweiten Gegentreffer zulassen. Andre Lochen hatte eine Eckballvorlage zum 1:2 verwertet (75.). Trotz 90 Prozent Ballbesitz und eines dauerhaften Anrennens brachte es Wittlich nicht mehr fertig, mit einem zweiten Tor wenigstens noch das Unentschieden zu erzielen. Akin: "Wir haben super gespielt bis zum Sechzehner, doch dann hat der finale Pass gefehlt. Wir haben es vorn nicht auf die Kette gekriegt, das Ei reinzumachen. Am Konditionellen hat es jedenfalls nicht gelegen."

Was der Sportchef außerdem kritisierte, war, dass die Einwechslung von Stürmer Ruslan Lasiak viel zu spät erfolgte. "Ruslan braucht mehr als fünf Minuten, um rein zu kommen. Da waren fünf Minuten deutlich zu wenig." Personell rückte für den gesperrten Dini Hajdari Edgar Skarina in die Abwehr. Für den nach Reutlingen abgewanderten Gjergj Prebreza spielte Roda Souza in der Innenverteidigung. So verlor Rot-Weiss nach dem Hinspiel (0:1) auch das Rückspiel.