07.12.2019 SG Bettingen - SV Rot-Weiss Wittlich 1:3

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Die fünfte Niederlage in Folge lässt den Aufsteiger aus der Eifel als Tabellenschlusslicht in den Winter gehen. Für den anderen Aufsteiger aus dem Spielkreis Mosel war der achte Saisonsieg gleichbedeutend mit dem Vorrücken auf Rang fünf.

Wittlich. Für Bettingens Coach Marco Wallesch war entscheidend, dass „wir beim 1:2 bei einem Standard keine Zuteilung hatten und wir einen Wittlicher am Fünfer blank stehen ließen. So etwas darf nicht passieren“. Die Rot-Weissen legten nach Vorarbeit von Kevin Arbeck durch Albutrin Aliu bereits nach 18 Minuten vor, doch Bettingen fand in Person von Tim Hoffmann eine zeitnahe Antwort, als der Stürmer nach einem Aussetzer von Andre Benzarti, einer Balleroberung und dem anschließenden Querpass von Dominik Thielmann die Kugel über die Linie drückte (25.).

Die Partie hätte kippen können, als Dini Hajdari nach einem taktischen Foul Gelb-Rot sah (68.) und Bettingen Möglichkeiten zur Führung hatte. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Überzahlsituation gewinnbringend auszuspielen. Da war die Zuteilung wieder nicht gut“, konstatierte Wallesch. So konnte Ruslan Lasiak in aller Ruhe aus dem rechten Halbfeld flanken, in dessen Folge Meliani Saim per Kopf zum 1:2 netzte (72.). Marius Bach im Gästekasten verhinderte mit zwei starken Paraden das mögliche 2:2. Die Entscheidung reifte, als Aliu nach einer Freistoßablage von Arbeck aus 25 Metern mit einem strammen Schuss ins Eck den dritten Treffer erzielte (76.).

Das Statement von Bettingens Coach Wallesch fiel dementsprechend aus: „Es spricht nicht für uns, wenn man mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 35 Metern das 1:3 bekommt. Danach war es schwierig, zurückzukommen. Die Breite im Kader ist nicht da, weil einfach zu viele Leute fehlen. Die individuelle spielerische Klasse war aufseiten der Wittlicher.“ RW-Sportchef Mehmet Akin sprach von einem „sehr versöhnlichen Schlusspunkt unter eine turbulente Hinrunde. Auf dem schlechten Platz haben wir eine gute Auswärtsleistung gebracht. Die Mannschaft hat Kampf und Leidenschaft gezeigt und die vielen Ausfälle mit Herz und Bereitschaft aufgefangen.“ Wittlich trat ohne Gjergj Prebreza (Umzug), Quendrim Bukoshi (Urlaub) und Fjoraldo Celanji an. So durften die Wittlicher mit nun 26 Punkten im Gepäck nicht nur sehr entspannt zur anschließenden Weihnachtsfeier fahren, sondern überwintern auf einem sehr akzeptablen fünften Tabellenplatz. Kevin Arbeck schraubte nach zwei Vorlagen sein Scorer-Punktekonto auf 23 hoch.