Herber Rückschlag im Titelkampf

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Rot-Weiss erleidet zweite Saisonniederlage.

Individuelle Fehler kosten gegen Wallenborn den Sieg.

Wittlich. Nun ist es also wieder passiert: Rot-Weiss lässt sich nach etlichen individuellen Fehlern vom Wallenborner Sturmexpress düpieren und muss die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Das 1:3 gegen Wallenborn nahm bereits nach 20 Minuten konkrete Formen an, als Sebastian Hilgers das Handspiel von Albutrin Aliu zum Elfmetertor nutzte und nur fünf Minuten später mit dem zweiten Treffer scharf nachwusch. "Wir sprechen über individuelle Fehler in der Defensive und die fehlende Konsequenz im Angriff. Wir haben als Team versagt und sollten schleunigst daraus lernen", mahnte Trainer Frank Meeth unmittelbar nach der schmerzhaften Niederlage an und gab sich zugleich kämpferisch. "Wir haben das Spiel und deren Fehler am Montag nach dem Training analysiert und ordentlich und konzentriert trainiert. Momentan sind wir in der Abwehr aber nicht sattelfest." Und auch in der Abteilung Attacke habe man die gewohnte Coolness vermissen lassen. "Selbst nach dem 1:3 hatten wir noch zwei hundertprozentige Kopfballchancen."

Doch von vorn. Bitter war der Platzverweis für Albutrin Aliu, der nach einem Querschläger den Ball aus drei Metern an die Hand bekam und nicht mehr reagieren konnte und dafür glatt Rot sah (21.). Sebastian Hilgers traf vom Elfmeterpunkt zur Wallenborner Führung. Hilgers schlug nur fünf Minuten später erneut zu, als er im Eins-gegen-eins gegen Torwart Philipp Berhard zum 2:0 traf (26.). Mit einem Sonntagsschuss aus 18 Metern brachte Gabriel Harig RW wieder in den Hoffnungslauf – 1:2 (50.). Lars Becker hielt die Vulkaneifeler bei einem strammen Schuss von Sebastian Szimayer auf Siegkurs, der durch das dritte Tor von Benny Duckart nach einem Fehler im Aufbauspiel von RW eindrucksvoll bestätigt wurde – 1:3 (68.).

RW versuchte alles, hatte in Kevin Arbeck (zweimal) und Szimayer Chancen zum 2:3, musste aber in der Nachspielzeit eine weitere rote Karte gegen Matthias Heck wegen groben Foulspiel über sich ergehen lassen. RW-Trainer Frank Meeth: „Es war ein gebrauchter Nachmittag und eine verdiente Niederlage gegen einen Gegner, der mit Herz und Leidenschaft gespielt hat. Haarsträubende Stellungsfehler haben uns das Genick gebrochen.“

Besonders bitter waren zudem die beiden roten Karten gegen Albutrin Aliu und Matthias Heck, und das angesichts eines relativ begrenzten Kaders. Mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Ehrang/Pfalzel schwinden die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Titelkampf. Doch aufgeben werden Rot-Weiss und Meeth nicht. Doch weitere Ausrutscher darf sich das Team nicht leisten.