24.10.20 - SV ROT-WEISS WITTLICH - SG Daleiden - 1:3

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Gegen konterstarke Westeifel-SG keine probaten Mittel gefunden

Zweite Saisonniederlage gegen  SG Daleiden: Chancen unzureichend genutzt

Wittlich. Unsere Bezirksligamannschaft unterlag in einem gutlassigen und tempogeladenen Spiel der SG Daleiden mit 1:3 und kassiert so die zweite Saisonniederlage. Diese blieb auch im achten Saisonspiel ungeschlagen und avancierte über Nacht sogar zum Tabellenführer der Bezirksliga West. Spielertrainer Andreas Theis sprach nach 90 intensiven und temporeichen Minuten von „unserem besten Saisonspiel“.

Bereits nach vier Minuten hatte der quirlige Joschka Trenz das erste Mal zugeschlagen, als der Halbstürmer nach Pass von Jan Mayers mit einer überragenden Einzelaktion die Daleidener Führung erzielte. Doch Rot-Weiss fand eine zeitnahe Antwort, als Fjoraldo Celanji nach einem herrlichen Spielzug über Matthias Heck, Philip Meeth und dem tiefen Pass von Marc Arbeck zum 1:1 in den Winkel traf – 1:1 (9.). „Das war ein sensationell gut herausgespieltes Tor über mehrere Stationen“, schwärmte RW-Coach Frank Meeth noch einen Tag danach.

Der hatte den Unparteiischen einstweilen hart kritisiert. „Unsere Niederlage ist verdient, doch erschwerend kam hinzu, dass der Schiedsrichter heute katastrophal gepfiffen hat. Nach zwei Minuten hat er uns ein Tor von Marc Arbeck wegen angeblichen Abseits weggepfiffen. Nach dem 1:1 die nächste kritische Situation, als ein Spieler von Daleiden den Ball gegen die Hand bekommt, doch der Elfmeterpfiff ausbleibt. Wenn es die Regel gibt, dann muss er auf Strafstoß entscheiden.“

Unglücklich war auch die Szene, die mit dem ersten Angriff der Gäste zum 0:1 führte, als Nicolae Stefan im Klärungsversuch ausrutschte und Trenz freie Bahn hatte. In der 39. Minute zeigte SG-Torwart Florian Moos eine starke Parade, als Celanji aus 16 Metern abzog. Nach einer Ecke wurde ein Seitfallzieher von Celanji auf der Linie geblockt. Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Wittlich viel Ballbesitz, doch der „letzte Pass, die letzte Ideen fehlten. Wir haben uns förmlich an der Abwehr des Gegners die Zähne ausgebissen“, resümierte Meeth.

Doch die Westeifeler blieben bei Kontern gefährlich und legten in der 57. Minute erneut vor. Manuel Mombach hatte für Marius Lempges mustergültig vorbereitet. Nur vier Minuten später stellte Trenz mit seinem zweiten Tor auf 3:1, als Andreas Theis assistierte. „Wir haben solide hinten gestanden und gute Umschaltmomente gehabt. Zudem haben wir wenig zugelassen und insgesamt sehr gut und clever verteidigt“, führte Theis aus.

Das Fazit vom Rot-Weiss Trainer Frank Meeth fiel ernüchternd aus: „Daleiden war der erwartet schwere Gegner, der mit seinen überragenden Einzelspielern seine Konterstärke ausgespielt hat. Doch wir dürfen das Spiel nicht verlieren, weil wir es 75 Minuten lang im Griff hatten, aber zu unentschlossen attackiert haben. Daleiden stand mit acht Mann vorm eigenen Sechzehner und hat sehr diszipliniert gespielt.“ Da half es auch nichts, dass Tilmann Meeth die Latte traf und ein Kopfball von Albutrin Aliu das Ziel nur ums Haar verfehlte.

Dimitri Kunz fehlte verletzt, dafür rückte Arman Anari in die Startelf. Neben den ebenfalls noch verletzten Kevin Arbeck fehlte auch Andre Benzarti wegen einer Rotsperre.