03.11.2019 SV Rot-Weiss Wittlich - SG Wallenborn 4:4

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Klare Führung verspielt.
Rot-Weiss Wittlich gibt 4:1-Führung gegen Wallenborn aus der Hand.

Die Bezirksliga-Elf von Rot-Weiss Wittlich kam gegen die SG Wallenborn über ein 4:4- Unentschieden nicht hinaus. Umso ärgerlicher, weil eine 4:1-Führung noch aus der Hand gegeben wurde.

Wittlich. Es war zum Verrücktwerden: Unserer ersten Mannschaft wurde ein Dreier schon auf dem Silbertablett serviert, doch am Ende fielen die drei schon sicher geglaubten Punkte fast schon wertlos auf den Boden. Die Rot-Weissen führten nach 65 Minuten bereits mit 4:1, nachdem Albutrin Aliu, Andre Benzarti, Kevin Arbeck und erneut Aliu getroffen hatten. Doch Wallenborn kam mit der geballten Erfahrung eines Andreas Hesslein ins Spiel zurück. Der frühere Eintrachtler und Salmrohrer entfachte nach seiner Einwechslung in der 69. Minute ein wahres mentales Feuerwerk, in dessen Ergebnis die Vulkaneifeler noch zu drei Torerfolgen kamen. Eindringlich wurde im Vorfeld dieser Partie vor Hessleins Vorstößen gewarnt. Sportchef Mehmet Akin verstand die Welt nicht mehr: „Wir hätten in der ersten Halbzeit den Sack zuschnüren müssen. Weil wir wieder zu verschwenderisch mit unseren Chancen umgegangen sind, hat sich das diesmal auf ganz unangenehme Weise gerächt. Wir haben weiche Knie bekommen.“

Bereits vor dem 1:1 durch Kasper Wlodarek, der sich seit Wochen in Topform befindet, hatte Rot-Weiss den Vorsprung auf 2:0 oder 3:0 ausbauen können. Das 1:0 von Albutrin Aliu entsprang einem Pas von Meliani Saim, Benzarti traf nach einer Ecke schließlich zum 2:1. Als Kevin Arbeck einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter in die Maschen setzte, führte Wittlich mit 3:1. Und nach 65 Minuten stand es eben mal 4:1, als Quendrim Bukoshi den Ball auf Aliu durchsteckte und „Albu“ es dunkel machte. Ganz bitter das 4:4: Handelfmeter! Nach einer verunglückten Rettungsaktion bekam Fjoraldo Celanji den Ball an den Arm. Der
Unparteiische entschied zum Leidwesen von Celanji auf Gelb-Rot und Strafstoß. Unglücklich auch eine Szene nach dem 4:4, als Arbeck im Sechzehner gefoult worden war, doch das Vergehen eines Wallenborners ungeahndet blieb. „Dieses 4:4 fühlt sich an wie eine Niederlage. So einen Vorsprung muss man unbedingt nach Hause schaukeln“, blickte Mehmet Akin nach 93 intensiven Minuten etwas zerknirscht in die Runde.