„Wir müssen einen super Tag erwischen“

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Rot-Weiss Wittlich gastiert in der „Höhle des Löwen“ und will sich achtbar aus der
Affäre ziehen.

Wittlich. Unsere Bezirksliga-Mannschaft gastiert am kommenden Samstag beim
Tabellenführer FC Bitburg und wird ab 18 Uhr im Stadion Ost versuchen, ein achtbares, vielleicht sogar zählbares Ergebnis zu erreichen. Nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen sind den Rot-Weissen zuletzt die Leichtigkeit und der Spielfluss abhanden gekommen, obwohl es phasenweise nach deutlich besseren Resultaten ausgesehen hatte. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass das Gastspiel beim souveränen Spitzenreiter der Bezirksliga West kein Spaziergang wird und die Mannschaft mit vereinten Kräften eine neuerliche Niederlage vermeiden muss. Wiedersehen auf beiden Seiten Am Samstag ab 18 Uhr kommt es dann zum Wiedersehen mit unserem früheren Kapitän Deniz Siga, der sich in Bitburg schon richtig gut eingewöhnt haben dürfte. Fußballerisch ist
Deniz sicherlich unantastbar, zuletzt gelang ihm beim Spiel in Wallenborn in technisch feiner Manier mit einem Fallrückzieher ein wahres Kunststück. Jetzt liegt es an der Abteilung Attacke von Rot-Weiss, die Siga, Grün und Co. auszuhebeln. Gute Stürmer dazu haben wir. Schließlich kommt es umgekehrt auch zu einem Treffen der ehemaligen Bitburger Marc und Kevin Arbeck. Beide Offensivleute spielen nun in Wittlich und haben ihre Qualität schon hinreichend unter Beweis gestellt.
Umkehrspiel nach hinten muss besser funktionieren

Nun ist über das Umschaltverhalten nach Ballverlusten in den letzten Tagen und Wochen hinreichend diskutiert worden. Jetzt sollte es also besser klappen, wenn die Bälle vorn verloren gehen und dann nach hinten die Post abgeht. Sportchef Mehmet Akin wird bei einer Trainingseinheit in dieser Woche vor Ort sein und die Mannschaft explizit auf das Thema hinweisen beziehungsweise sensibilisieren. Denn was es bedeuten kann, wenn man hinten zu langsam agiert und dann noch individuelle Fehler hinzukommen, hat man bei manch anderen Mannschaften gesehen, die die Hütte vollbekamen. „Wir müssen uns ernsthafte Gedanken
machen, wie wir unser Defensivverhalten verbessern können. Vielleicht ist es ein Ansatz, zu unserem in den ersten Spielen praktizierten 4-1-4-1-System zurückzukehren und die Abwehr zu stabilisieren.“ Akin betont, dass „wir als krasser Außenseiter nach Bitburg fahren“. Zuletzt haben die gegnerischen Trainer kaum Schwachstellen erkannt beim so souveränen Tabellenführer, doch auch er ist verwundbar.

„Nur wenn wir einen super Tag erwischen, können wir dort punkten. Doch wir sollten uns auch nicht verstecken, nur die eigenen Vorstöße müssen besser abgesichert sein.“ Akin aufgefallen sein dürfte, dass der FC Bitburg häufig Tore in den Schlussminuten erzielt – so wie in Badem geschehen. „Das ist ein Indiz auf ein sehr hohes Niveau im physischen und konditionellen Bereich. Sie zeigen auch Comebackqualitäten nach Rückständen.“ Jeder solle seine Aufgabe erfüllen und bereit sein, die Wege – auch wenn sie noch so weit sind und noch so weh tun – zu gehen und die Meter zu machen. „Wir wollen nicht die Schießbude der Liga werden und müssen auch mal defensiver agieren. Denn nach vorn machen wir immer unsere Buden. Da mache ich mir keine Sorgen.“ Personell gibt es noch keine Entwarnung. So werden weiterhin Andre Benzarti, Dimitri Kunz, Luca Heintel und Mehmet Karabulut verletzt ausfallen.