20.10.2019 SV Rot-Weiss Wittlich - TuS Mosella Schweich 1:4

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Im Rückzugsverhalten anfällig.
Rot-Weiss unterliegt starken Schweichern mit 1:4.

Die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen dürfte im Rot-Weiss-Lager für einige Misstöne gesorgt haben. Beim 1:4 gegen eine offensivstarke und abgezockte Schweicher Mannschaft traten erneut gravierende Probleme im Umschaltverhalten zu Tage.

Wittlich. Im ausgeglichenen ersten Abschnitt sorgte Fjoraldo Celanji nach schöner Vorarbeit von Alubtrin Aliu noch für den schnellen Ausgleich. Doch die Defizite im Umschaltspiel nach hinten deuteten sich bereits in dieser Phase an. So wurde bei einem Schweicher Konter über den technisch versierten und schnellen Philipp Laux nicht schnell genug nach hinten gelaufen – die Folge war das 0:1 durch den ebenso flinken Stephan Schleimer, der sich mit seinem elften Saisontor gemeinsam mit Kevin Arbeck an die Spitze der Torjägerliste geschossen hat.

Auch im zweiten Abschnitt fand das Team von Rodalec Souza vergleichsweise zielstrebig hinein. Meliani Saim hätte dort vielleicht schon das 2:1 machen können, ja sogar müssen. Nachdem die Partie bis weit nach einer Stunde auf der Kippe stand, intensivierten die Gäste ihre Offensivbemühungen und wurden belohnt. Auch, weil die zu weit aufgerückten Wittlicher zu langsam in die Rückzugsbewegung kamen. So war Dini Hajdari als letzter „Mohikaner“ oft auf sich allein gestellt und konnte die Gegentore auch nicht mehr verhindern. „Schweich hat unsere Abwehr mit relativ wenig Mitteln einfach überlaufen“, bemerkte Sportchef Mehmet Akin. „Es war das gleiche Szenario wie in Schoden. Denn Schweich war auch keine drei Tore besser als wir. Wir haben ihnen nur zu große Räume angeboten.“

Die Gegentore zum 1:2, 1:3 und 1:4 wurden innerhalb von nur 14 Minuten erzielt. Und wieder haperte es daran, dass Wittlich zu große Lücken in der Abwehr offenbarte. Vornehmlich die Außenverteidiger, die nicht schnell genug einrückten sowie das Mittelfeld fanden in nur gemächlichem Tempo den Weg nach hinten. Dann war es meist schon zu spät und der Ball zappelte im Netz. Das ganze Dilemma brachte Schweichs Trainer Jochen Weber in seinem Statement zum Ausdruck, als er „die Lücken, die wir erkannten dann auch gnadenlos ausgenutzt haben“. Weber stellte zudem fest, dass seine Mannschaft eine in jeder Hinsicht hohe Laufbereitschaft an den Tag gelegt habe – und das über 90 Minuten. „Wir haben heute gezeigt, dass wir ein Topteam wie Rot-Weiss Wittlich schlagen können."