Auch im zweiten Derby siegreich

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RW gewinnt Stadtderby am Lüxemer Grünewald.

Fünfter Sieg in Folge unter Björn Griebler.

Wittlich. Kurze Anfahrtswege und ein standesgemäßer Derbysieg: Rot-Weiss Wittlich gewann nach dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Stadtrivalen aus Lüxem (4:0 im Herbst vergangenen Jahres) auch das zweite Duell am Grünewald. Der 2:0-Sieg wurde zwar nicht mit so wahnsinnig viel Ballbesitz und Torraumszenen en masse, wie in den Spielen zuvor, eingefahren, doch verdient war er schon. Wie der sportliche Leiter Mehmet Akin konstatierte, war RW in den "ersten 20 Minuten überlegen", hat den "Ball super laufen lassen" und erzielte genau in jener Phase auch das so wichtige 1:0. "Das hat die Mannschaft super gelöst, auch wenn Lüxem auch zu guten Chancen kam." Daniel Littau nutzte einen Fehler der Lüxemer im Mittelfeld zu einem schnellen Torabschluss, als Lüxem mit einem Querpass in der eigenen Hälfte einen für sie unnötigen Ballverlust fabrizierte und es bei RW blitzschell nach vorne ging.

Lüxem wurde ein Abseitstor aberkannt, besaß aber weitere Chancen, um zum Ausgleich zu kommen. So scheiterte Nils Thörner im Eins-gegen-eins an unserem überragenden Torhüter Dogukan Sahin, der zweimal stark pariert hatte und auch im Spielaufbau seinen Anteil am Erfolg hatte. Kevin Arbeck und sein Bruder Marc hatten ebenso gute Möglichkeiten, noch vor der Pause zu erhöhen, doch einmal versprang Kevin der Ball, andereseits verzog Marc aus Nahdistanz knapp am Tor. Auch in den 20 Minuten nach der Pause war RW am Drücker, vergaß aber, die Partie zu entscheiden. Lüxem blieb gefährlich und hatte in einem Lupfer von Leon Backes den Ausgleich machen können, wenn nicht sogar müssen, doch Sahin lenkte den Ball mit einem Übergreifen noch an die Latte.

In den Shlussminuten hatten dann Mehmet Karabulut und Thörner richtig gute Chancen in einer Aktion, als Thörner den Ball aus vollem Lauf aufs Tor brachte, anstatt ihn noch mal anzunehmen. Da hatte RW Glück. Nach der gelb-roten Karte gegen Matthias Heck ergaben sich für uns Konterräume, in denen wir gefählich nach vorne kamen. So traf nach einem schnellen Tempogegenstoß Kevin Arbeck nach Pass vom spät eingewechselten, weil angeschlagenen Sebastian Szimayer nur das Außennetz. Doch in der Nachspielzeit nutzte RW die Gunst der Stunde und brachte mit einem weiteren Konter den Sieg unter Dach und Fach. Szimayer hieß der Torschütze in einem Derby, in dem RW viel und oft verteidigen musste.

Akins Urteil fiel dann auch entsprechend positiv aus. "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, Moral gezeigt und nach dem Platzverweis gegen Matthias aufopferungsvoll verteidigt. Wir haben mit zehn Mann dann geschickt die Abwehr verstärkt, die Sechser zurückbeordert und dann auf Konter gespielt. Dieser Plan ist voll aufgegangen. Es war kein schönes, aber ein erfolgreiches Spiel, dass man unter die Kategorie Arbeitssieg einstufen kann. Es waren emotionnale Momente dabei, doch insgesamt sehr fair. Wir sind froh, die drei Punkte aus Lüxem mitgenommen zu haben." Björn Griebler ließ es sich trotz der dünnen Führung nicht nehmen, komplett durchzuwechseln und gab den Ergänzungsspielern ebenfalls Einsatzzeit. Insgesamt verfolgten 260 Zuschauer das Wittlicher Derby am Grünewald.