Kurioser Spielverlauf mit Happy-End

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Rot-Weiss bezwingt starkes Schoden mit 3:2.

Szimayer, Harig und Meeth treffen beim zwölften Saisonsieg.

Wittlich. Gleich mehrere Superlative vereinte Rot-Weiss nach diesem 14. Spieltag der Bezirksliga West. Zum einen drehte RW erstmals in dieser Saison einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Erfolg um. Zweitens war Torwart Philipp Berhard mit einer entscheidenden Parade nach einem Foulelfmeter von Nicolas Jakob als Elferkiller zur Stelle, in dessen weiteren Verlauf der entscheidende Treffer resultierte. Und drittens blieb unsere Mannschaft - wenn auch etwas glücklich - im 14. Spiel der Saison unbesiegt. Lediglich zwei Remis gegen Ruwertal sowie gegen Ehrang/Pfalzel stehen zu Buche - eine Augenweide in Sachen Saisonzwischenbilanz.

So fasste Trainer Frank Meeth den starken Aufritt ab der 30. Minute so zusammen: Das war ein „absoluter Big Point. Nach einem 0:2 so zurückzukommen, ist schon auch eine Qualität der Mannschaft, die sich nicht aufgab und weiter an ihrer Erfolgsgeschichte schreibt. Die beiden Gegentore waren schon kalte Duschen für uns.“ Meeth ging in seiner Einschätzung sogar noch einen Schritt weiter. "„Man sieht an diesem Spiel, dass sich die Mannschaft extrem weiterentwickelt und aus einem 0:2 ein 3:2 gemacht hat.“

Dass es keineswegs normal ist, wenn man gegen eine so konterstarke Mannschaft wie Schoden bereits mit 0:2 zurückliegt und dann mit einem Foulelfmeter gar der Absturz droht und dann so wieder zurückkommt, hat man von einer Bezirksligamannschaft noch nicht so oft erlebt. Keeper Berhard hat freilich einen nicht unerheblichen Anteil an diesem Sieg. Doch alle Tore waren auch sehr stark herausgespielt und wieder einmal war es Kapitän Sebastian Szimayer, der mit seiner physischen Präsenz, seiner Erfahrung und seinem Torinstinkt den Unterschied ausmacht. Doch von vorn.

Nach einer halben Stunde sah Schoden nach den Treffern von Nicolas Jakob und Dominik Lorth nach jeweils glänzender Vorarbeit von Lukas Kramp schon wieder der sichere Sieger aus, ehe RW eine bemerkenswerte Reaktion zeigte und die Partie bis zur Halbzeit in ein 2:2 drehte. Eine Flanke von Kevin Arbeck verwertete Sebastian Szimayer per Kopf zum 1:2 (33.) und nur zwei Minuten später stand es 2:2, nachdem ein Szimayer-Kopfball zunächst auf der Linie geklärt wurde, der zweite Nachschuss von Gabriel Harig per Seitfallzieher dann im Schodener Netz zappelte – 2:2 (35.).

In der 57. Minute bekam Schoden nach Foul von Matthias Heck am wieselflinken Kramp einen Elfmeter zugesprochen, doch Philipp Berhard tauchte rechtzeitig ab und parierte den gut geschossenen Strafstoß von Nicolas Jakob. Quasi im Gegenzug ermöglichte ein Tiefenlauf von Philip Meeth über den halben Platz und dessen Querpass auf Szimayer die Chance zum 3:2, als der Wittlicher Kapitän einen Grundlinienpass auf den mitgelaufenen Meeth zurücklegte und dieser cool blieb – 3:2 (58.).

In der Folge hatten Kevin Arbeck und auch dessen Bruder Marc noch große Chancen, das Ergebnis komfortabler zu gestalten. Mit dem letzten Konter scheiterte Max Jakobs für Schoden am langen Pfosten. Doch trotz der zu diesem Zeitpunkt verdienten Schodener Führung besaßen auch die Wittlicher durch zwei Kopfbälle von Szimayer Chancen zum Anschluss respektive Ausgleich. So parierte Jonas Krista im Saartal-Tor einen Schuss von Szimayer auf der Linie (18.), in der 27. Minute setzte der Wittlicher Kapitän einen Kopfball freistehend übers Tor. 

Der Vorsprung von RW beläuft sich weiterhin auf fünf Zähler gegenüber dem ärgsten Verfolger aus Ehrang/Pfalzel. Es bleibt also spannend. RW gastiert am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenschlusslicht SV Speicher. Dazu folgt ein gesonderter Vorschaubericht.