Auf eine Tasse Kaffee mit Frank Meeth

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Rot-Weiss-Trainer Frank Meeth äußert sich im Interview zum Gegner, der Konstellation im Titelkampf sowie zu den Leistungen der letzten drei Spiele.

Gegner Ehrang/Pfalzel im Fokus.

Wittlich. Frage: Wie sind die Leistungen und Ergebnisse der letzten drei Spiele einzuschätzen?

Frank Meeth: Beim 2:1 gegen Kröv sind wir gut gestartet, wir hatten natürlich hinten raus ein bisschen Glück. Die zwei verletzungsbedingten Wechsel haben uns verunsichert. Kröv hat es auch gut gespielt, Philipp Berhard hat uns mit seinen Paraden den Sieg gerettet. Beim 2:1-Sieg in Badem haben wir früh 2:0 geführt. Wir haben das dritte Tor nicht gemacht, aber insgesamt hatten wie den Gegner und das Spiel im Griff. Beim 4:0 gegen Lüxem waren wir richtig gut und haben eine der besten Halbzeiten in dieser Saison gespielt. Wir waren extrem konzentriert, haben gut kombiniert und agierten auch extrem laufstark.

Frage: Ihre Mannschaft hat die Tabellenführung auf fünf Punkte ausgebaut vor Ehrang. Welche Teams sehen Sie noch, außer Ehrang, als die nächsten härteren Konkurrenten an?

Meeth: Schweich hat sich kontinuierlich verbessert. Ich habe zwei Spiele von ihnen gesehen, denn sie spielen immer gegen die Gegner, die wir danach haben. Arzfeld wird bis zum Ende dabei sein und Schoden hat eine tolle Serie hingelegt. Hauptkonkurrent aber bleibt Ehrang, sie haben die größte Qualität in der Breite.

Frage: Wie ist es ihnen gelungen, das Team bereits jetzt als homogene Einheit zu formen?

Meeth: Das ist nicht allein auf meinem Mist gewachsen. Viel kommt auch selbst von der Mannschaft. Ich musste in dieser Saison bereits sechsmal das Training absagen, weil wir zu wenig Leute hatten. Das schweißt zusammen, wenn so wenige auf dem Training sind. Mittlerweile sind wir richtig fit, weil acht, neun Mann  durchspielen müssen. Das ist ein  kleiner Vorteil. Dadurch bekommst du auch eine gewisse Wettkampfhärte. Wichtig ist immer, dass du spielst. Von Kurzzeiteinsätzen bekommt man keine Spielausdauer. Zu dieser guten Fitness hat auch das Fitnessstudio Wellcome in Wittlich beigetragen. Die Jungs nehmen das Angebot neben den drei wöchentlichen Trainingseinheiten gut an.

Frage: Welche Stärken bringt eigentlich Gabriel Harig mit?

Meeth: Gabriel ist ein Wittlicher Junge, der bei der Eintracht unglaublich gut ausgebildet worden ist und davon profitiert. Er hat sich zu einem echten Freistoßspezialisten entwickelt. Gabriel ist ein Glücksfall für uns und insgesamt auch als Defebsivspieler ein guter Fußballer. Als Innenverteidiger besitzt er Gardemaße und echte Linksfüßer sind rar gesät. Als Mitglied im Spielerrat ist er ein wichtiger Typ.

Frage: Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Meeth: Vor zwei Jahren spielten sie noch in der A-Klasse, waren aber schon damals ein gefühlter Bezirksligist. Die gute Jugendarbeit zeichnet den Verein aus. Sie spielen jetzt einige Jahre zusammen, sind sehr homogen und haben sich vor der Saison noch einmal punktuell verstärkt mit Lukas Herkenroth und Luca Heintel. Mit Kevin Heinz als Fitnesscoach sind sie noch mal ein Stück professioneller geworden. Und Jonas Streit ist als Vorbereiter und Tempodribbler eine Rakete. Auf ihn müssen wir immens aufpassen.

Frage: Was erwarten Sie für ein Match?

Meeth: Wenn Andre Thielen dabei ist, hat Ehrang noch mal eine andere Qualität. Ich erwarte auch ein Spiel der außengewöhnlichen Knipser. Herkenroth ist ein ähnlich starkes Kaliber wie Sebastian Szimayer bei uns. Wir werden halbwegs mit der besten Aufstellung spielen. Es steht viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg könnten wir uns eine richtig gute Ausgangsposition verschaffen.