Rot-Weiss benötigt Pokal-Verlängerung

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Erste Rheinlandpokalhürde genommen.

Beim Mosel-Kreispokalsieger SG Vulkaneifel braucht die Meeth-Elf die Verlängerung zum Weiterkommen.

Bettenfeld. Ende gut, alles gut. So oder so ähnlich sahen es viele Anhänger der Rot-Weißen aus Wittlich nach der schweren Pokalaufgabe in Bettenfeld. Unsere Bezirksligaelf brauchte gegen den zwei Klassen tiefer angesiedelten B-Ligisten die Extratime, um sich am Ende verdientermaßen durchzusetzen. Einen gewissen bitteren Beigeschmack blieb dann ob der zwei Platzverweise doch.

Zunächst hatte Sebastian Szimayer nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Bettenfelder Zuschauer von Referee Janek Eiden die glatt Rote Karte gesehen. "Ob man da Rot ziehen muss, muss sich der Schiedsrichter hinterfragen. Das war sicherlich eine zu harte Entscheidung", brachte Meeth die Bewertung jener Szene aus der 101. Minute auf die Palme. Der Neuzugang aus Luxemburg ist damit mindestens für ein Spiel gesperrt und fällt für den Punktspieauftakt nächste Woche gegen Zeltingen-Rachtig aus. Drei MInuten vor Schluss erwischte es auch Tilmann Meeth, der nach einer zuvor geahndeten gelben Karte in der 117. Minute nach einem Allerweltsfoul im Mittelfeld die Ampelkarte sah und nun für das nächste Verbandspokalspiel aufällt.

Die SG Vulkaneifel präsentierte sich als läuferisch starker und gut verteidigender Gegner, der sein Heil oft in Kontersituationen sah. Einen dieser Tempogegenstöße nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung nutzte der beste Bettenfelder, Florian Bros, zur Führung. Doch im Gegenzug fand Wittlich durch Szimayer die richtige Antwort - 1:1 (40.). Gleich sieben Alutreffer verhinderten in der Folge den Einzug in die zweite Runde in der regulären Spielzeit. So benötigte RW die Verlängerung, um dort alles klarzumachen. Bettenfeld kam gelegentlich zu weiteren Konterchancen, doch RW machte dann endlich die Tore.

Nach zwei herausragenden Assists von Szimayer nutzte Kevin Arbeck die sich auftuenden Räume zum 3:1 (93., 97.). SG-Spielmacher Florian Grün hatte RW gut im Griff. "Grün hat sicherlich ein unspektakuläres Spiel gemacht. Man hat ihn kaum gesehen, was ein Verdienst unserer aggressiven Leute im Mittelfeld war." Und Meeth griff noch mal nach in der Beurteilung des Erlebten: "Wahnisnn, was wir für Chancen vergeben haben. Wir haben leidenschaftlich gekämpft und das 3:1 mit einer guten Teamleistung über die Bühne bekommen. Chancen für ein Weiterkommen in der regulären Spielzeit hatten wir genügend. Sicherlich war unser Spielaufbau in der ersten Halbzeit ein bisschen behäbig und wir hatten auch nicht genügend Tempo in unseren Aktionen. Bettenfeld hatte drei, vier gute Kontermöglichkeiten, Fabian Metzgeroth hat für mich überragend gehalten, sonst hätten wir das Spiel schon in der ersten Halbzet entscheiden können", bilanzierte der Trainer über weite Strecken zufrieden.

Vor 300 Zuschauern ließ Meeth gleich mit vier Stürmern spielen, die geschickt rochierten und variabel die freien Räume suchten. Mit drei Stürmertoren hat Meeth da sicherlich ganz viel richtig gemacht. Am Samstag feiert unsere Mannschaft gegen den SV Zeltingen-Rachtig ihren Saisonauftakt in der Bezirksliga. Da werden wieder ähnliche Tugenden gefragt sein, um den ersten Dreier unter Dach und Fach zu bringen.