18.10.20 - SV ROT-WEISS WITTLICH - SG Mont Royal Reil - 3:0

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Derbysieg lässt Rot-Weiss auf Platz zwei vorrücken.

Reil wird mit einem 3:0-Sieg auf die Heimreise geschickt.

Wittlich. Der SV Rot-Weiss Wittlich hat das Topspiel gegen Aufsteiger SG Mont Royal mit 3:0 gewonnen und sich hinter den punktgleichen Ehrangern auf Platz zwei positioniert. Wittlich zeigte sich über weite Strecken als das spielstärkere und kombinationssichere Team und hatte auch in Sachen Torhüterqualität die Nase vorn. Reil vergab in der zweiten Halbzeit viermal aus aussichtsreicher Position.

Weil die Gäste von der Mosel die Anfangsphase verschliefen, kam Rot-Weiss direkt gut ins Spiel und agierte zielstrebiger als die oft nur lange Bälle nach vorn schlagenden Gäste. Die Führung für die ballsicherer wirkenden Wittlicher blieb jedoch aus, weil eine Direktabnahme von Albutrin Aliu und auch ein strammer Schuss von Matthias Heck Beute des vor allem mit weiten Abschlägen überzeugenden Reiler Schlussmann Joshua Stewart wurden.

Weil Tilmann Meeth Gelb-Rot gefährdet war, wurde der RW-Stürmer bereits nach 30 Minuten von Marc Arbeck ersetzt. Dieser Schachzug des Trainers Frank Meeth sollte sich final als Volltreffer erweisen. Zunächst aber hatte der in der 41. Minute für den verletzt ausscheidenden Dimitri Kunz in die Partie gerückte Fjoraldo Celanji einen Elfmeter bekommen müssen, als dieser von der Seite weggegrätscht wurde. Doch zwei Minuten später war es soweit: Eine sehenswerte Kombination über Heck, der sich auf links durchtankte, auf Aliu ablegte und dieser im Rückraum den freistehenden Quendrim Bukoshi sah, führte zum 1:0.

Bukoshi, der den Vorzug vor Celanjo erhielt, nagelte die Kugel trocken ins obere Eck. Kurz zuvor hatte Reils Spielertrainer Fatih Sözen die Führung selbst auf dem Schlappen, doch Philipp Berhard im RW-Tor entschärfte die Situation. Einen klaren Elfmeter hätte es aus Sicht von Meeth bereits in der ersten Halbzeit geben müssen, als Tilmann Meeth von den Beinen geholt worden war. Doch nach 50 Minuten ebnete Marc Arbeck den Rot-Weissen den Weg zum Sieg.

"Sensationell herausgespielte Tore"

Meeth geriet ob der atemberaubenden Entstehung des 2:0 ins Schwärmen: „Das war ein sensationeller Spielzug. Matthias Heck hat auf Philip Meeth gespielt, der wiederum auf Albu durchgesteckt. Dieser bediente Meliani Saim mit einem Kontakt“ und als dieser auf Arbeck zurücklegte, blieb der jüngere Bruder des verletzten Torjägers Kevin Arbeck cool – 2:0 (50.). Anschließend bekam Reil Oberwasser und erarbeitete sich einige sehr gute Möglichkeiten. Burak Sözen tauchte allein vor Berhard auf, eine Flanke von Nils Kiesewetter wurde wegen Abseits nicht anerkannt und Fatih Sözen verlängerte eine Flanke seines Bruders Burak mit dem Hinterkopf gefährlich.

Auch Niklas Servatius hatte mit einer Eins-gegen-eins-Situation, als dieser alleinstehend die Kugel neben das Tor ballerte, eine Riesenaktion zum Anschlusstreffer. Meeth gestand: „Es gab im gesamten Spiel um die 70. Minute herum nur eine Phase, wo Reil zwei klare Chancen zum 2:1 hatte. Doch Philipp Berhard hat da zweimal sensationell gehalten.“ Auch Fatih Sözen auf Reiler Seite haderte mit dem Abschlusspech seiner Mannschaft: „Nach dem 0:2 hatten wir Spielkontrolle und vier, fünf Hundertprozentige. Da hätten wir abgeklärter sein müssen in der Torchancenausbeute.“ Als dann Marc Arbeck in der 72. Minute das alles entscheidende 3:0 markierte, war das Derby vor 320 Zuschauern gelaufen.

Philip Meeth spielte Saim genau in den Lauf, der legte auf Arbeck ab und der 21-Jährige Stürmer von RW machte den Wittlicher Sieg mit einer tollen Direktabnahme schlussendlich wasserdicht. „Wir waren schneller, laufstärker und haben im Mittelfeld die Kontrolle gehabt. Nur müssen wir viel früher führen. Nach dem 3:0 war es dann gelaufen. Es war ein hochverdienter Sieg meiner Mannschaft“, geizte Meeth nicht mit Lob und hob drei Spieler besonders hervor. „Philip Meeth und Buki konnten im Mittelfeld schalten und walten, wie sie wollten und Nanni hat ein Riesenlaufpensum absolviert. Die Abwehr stand bis auf ein, zwei Situationen gewohnt sicher.“