Spielerische Linie wieder finden

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Nach Pfalzel wartet mit Kyllburg ein völlig anderer Gegner

Meeth-Elf strebt mit konzentrierter und disziplinierter Leistung den nächsten Dreier an

Wittlich. Die Favoritenrolle beim Spiel des Tabellenzweiten gegen den Zwölften liegt klar auf Wittlicher Seite. Doch die Rot-Weissen sollten sich nicht zu sicher sein, den kämpferisch starken und oft leidenschaftlich agierenden Kontrahenten aus der Eifel in irgendeiner Weise zu unterschätzen und die Punkte im „Vorbeigehen“ mitzunehmen.

Davor warnt Trainer Frank Meeth eindringlich: „Ich habe Kyllburg zweimal gesehen, auch am Samstag gegen Ralingen. Das ist eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft, doch sehr robust mit vielen langen Bällen auf ihr Sturmduo agiert. Wer Robertz und Machon sind,  brauche ich keinem in meiner Mannschaft zu sagen. Auch Nierobis und Keil stehen für eine hohe Qualität. Doch wir müssen auf uns schauen, weniger auf den Gegner.“ Trotz des ernüchternden 0:4 in Pfalzel hat Meeth erkannt, dass „nichts passiert ist, es weiter eng ist an der Tabellenspitze und wir schleunigst wieder in die Spur kommen wollen“.

Der Coach von RWW wird das Spiel in Pfalzel haarklein analysieren und die Schwächen aufarbeiten. „Jeder soll sich im Training zeigen“, so der 56-Jährige. Der Wittlicher Coach fordert wieder mehr die spielerische Linie durchzusetzen, anstatt sich dem Kampfspiel des Gegners anzupassen. Am Sonntag werden mit dem gesperrten Matthias Heck, dem beruflich nicht abkömmlichen Dini Hajdari und Ylber Ibrahimi (Spätschicht) drei Spieler fehlen.

Weiterer Neuzugang - Andreas Heck kommt vom FSV Salmrohr

Mit der vor ein paar Tagen getätigten kurzfristigen Verpflichtung von Andreas Heck hat sich RW weiter verstärkt. Der jüngere Bruder von Matthias spielte einst in der B-Junioren-Regionalliga von Eintracht Trier, hatte sich im zweiten A-Jugendjahr beim FSV Salmrohr allerdings verletzt und über ein Jahr pausiert. Meeth: „Andreas ist seit zwei Wochen bei uns im Training, kann beide Außenbahnen beackern, aber auch im Mittelfeld spielen. Er wird seine Chance bei guten Trainingsleistungen sicherlich bekommen.“ Kyllburgs Trainer Roger Reiter war nach der 1:2-Pleite letzten Sonntag gegen Ralingen gar nicht gut auf sein Team zu sprechen.

Die Mannschaft habe Leidenschaft, Körpereinsatz und Willen vermissen lassen, Tugenden, die das Kyllburger Spiel sonst auszeichnen. Das wollte der 59-Jährige auch gar nicht auf die lange Verletztenliste schieben. „Wer auf dem Platz steht, sollte zumindest kämpfen und ackern.“ Weil mit Christopher Keil, Marius Reiter, Johannes Bales, Norman Schneider, Simon Eppers und Jerome Kolling ein halbes Dutzend Stammspieler fehlen, ist sich Reiter nicht mal sicher, „woher ich die Leute überhaupt noch herholen soll. Wir wollen ein achtbares Ergebnis erreichen, müssen 110 Prozent spielen und uns zusammenraufen“, will der Kyllburger Coach wieder mehr Leidenschaft und Mentalität einfordern.

Die Partie wird am Sonntag um 15 Uhr vom Unparteiischen Christoph Selbach-Schneider geleitet.Bei einem weiteren Sieg verbleiben die Rot-Weissen in der Spitzengruppe und könnten, wenn es optimal läuft, die Tabellenführung zurückerobern. Denn die FSG Ehrang gastiert bei den stets heimstarken Wallenbornern und könnte demzufolge Federn lassen. Gebannt gehen die Blicke auch nach Kruchten, wo die gastgebende SG Nusbaum die ebenfalls mit zehn Punkten ausgestattete SG Rascheid empfängt. Der vierte mit RW punktgleiche Verein genießt dagegen Heimrecht. Die Schweicher Mosella empfängt den Tabellen-16. SG Ruwertal. Es wird also spannend.